Diesmal war eine Pagode dran. Der Bausatz sah erstmal nach viel Arbeit aus: mehrere Etagen, viele Dachkanten, jede Menge Holzteile. Am Ende ging es aber überraschend gut. Man musste schon konzentriert bleiben, aber es war kein Modell, bei dem man nach zehn Minuten seine Lebensentscheidungen hinterfragt.
Der Rohbau war schon schön, aber erst mit Farbe wurde daraus wirklich „Japan fürs Regal“. Ich habe sie im Stil der Asakusa-Pagode angemalt: rote Geländer und Balken, dunkle Dächer und helle Details. Damit sah sie gleich weniger nach Bausatz aus und mehr nach kleinem Tokyo-Mitbringsel.
Ariane war natürlich auch kurz bei der Bauabnahme dabei. Ihr Blick ging ziemlich eindeutig Richtung Spitze. Und das nicht ohne Vorgeschichte: Bei meiner Schwester hatte sie im Urlaub genau das gleiche Modell angekaut, das dort auch steht. Man könnte also sagen: Ariane kennt diese Pagode bereits. Leider eher aus der Perspektive „kann man die Spitze essen?“.
Nach draußen durfte die Pagode dann nicht nur für ein paar Fotos, sondern auch zum finalen Ansprühen mit Klarlack. Ein bisschen Schutz muss sein, gerade wenn zuhause eine erfahrene Spitzenprüferin wohnt. Danach war sie fertig: klein, rot, ordentlich lackiert und hoffentlich weniger interessant für Katzenzähne.


















